Sonntag, Mai 21, 2006

"fumar puede matar!"
Die letzen Tage habe ich damit zugebracht mehr über Albert Hofmann und Timothy Leary herauszufinden. Zwei interessante Persönlichkeiten, die sehr ähnliche Ideen hatten, jedoch verschiedene Pläne, wenn es ums Praktische ging. Was heisst "ging"?Albert Hofmann ist noch immer am Leben, 100 Jahre alt. Beide haben sich sehr intensiv mit dem Haluziogen LSD auseinandergesetzt, der eine weil er's entdeckt hat bzw. die "Droge zu ihm kam", der andere hat es populär gemacht und "prädigte" die Droge zu nutzen und zu verbreiten. Wie allseits bekannt sein sollte, sind die Pläne von Timothy Leary nicht in die Tat umgesetzt worden, im Gegenteil. Leary wurde in den 1970er Jahren verhaftet. Albert Hofmann war auch davon überzeugt, dass man die Droge nicht verschähen sollte, sondern sie nutzen sollte; zu Forschungszwecken. Leary hingegen wollte LSD jedem zugänglich machen, jedem die Chance geben durch die Tür zu gehen und vielleicht die Welt mit neuen Augen zu erleben.
Wie dem auch sei, wer interessiert ist, dem empfehle ich die Wikipedia Artikel zu Timothy Leary und Albert Hofmann. Auch die Interviews mit Albert Hofmann, die auf dessen Wikipedia Seite ganz unten zu finden sind kann ich nur empfehlen!
Der Proberaum Umzug hat fast geklappt. Wir haben einen neuen Raum gefunden. Und auch schon zur Hälfte bezogen. Zur Hälfte weil folgendes passiert ist: Am Samstag haben wir uns an die Arbeit gemacht und haben den alten Proberaum aufgelöst. Dabei kamen wirklich unfassbar ekelhafte Dinge zum Vorschein: verschimmelte Teppiche, ein Meer von Mäuseköttel und jede Menge Kleintiere von Schnecken bis hin zu Käfer (denen wir natürlich allen die Freiheit geschenkt haben). Während wir also am auf- und ausräumen sind fängt es plötzlich aus heiterem Himmel heftig an zu Gewittern. So stark, dass wir uns nicht getraut haben mit Verstärkern, Endstufe und Mischpult durch den Regen zu laufen. Wir alle wussten sofort, dass das dunkele Omen des Raumes daran Schuld ist. Er hält uns fest!
Nach ca. 30 Minuten war das Gewitter weitergezogen und wir konnten die Autos vollpacken und zum neuen Raum fahren. Auch dort, 15 Kilometer weiter, hatte es stark geregnet und sogar gehagelt. Voller Tatendrang öffnet wir die Tür zu dem Kellergewölbe in dem unser Proberaum liegt. Alles überschwemmt. Alles.

Hat sich eigentlich schon mal jemand gedanken zum neuen TOOL Album gemacht? Also diese Geschichte mit Maynards Mutter will ich nicht so recht glauben. Das ist genau das, was TOOL den Hörer glauben machen will, aber eigentlich geht es da um etwas ganz anderes. Track 1, Vicarious, geht genau 7.06 Minuten. Umgerechnet sind das 6.66 Minuten. Ein Track geht 1.11 min, ein anderer 11.11 min. Da ist doch was faul?

Freitag, Mai 19, 2006

Your body is shaking well.. yours wince.

Weiß nicht was zu tun ist, Arbeit ist vorbei -> Ich bin frei! Noch immer zieht die Zeit wie ein Hochgeschwindigkeitszug vorbei.. ich kann mich nicht retten. Warte auf Rettung. Gerade mache ich mich daran mein Zimmer aufzuräumen, trinke endlich mal all die abgelaufenen Bierflaschen aus und wühle in längst vergangenen Zeiten. Drei Fragezeichen hören: Das ist toll! Das neue TOOL Album hassen, und es trotzdem jeden Tag hören und dabei fast weinen. Meine Maam hat mir eine Stange meiner geliebten Blauen Gauloises geschenkt, das beste Geschenk was sie mir hätte machen können. Nächste Woche geh ich los und suche mir einen Job, das Geld geht aus und mir tut das Rumhängen nicht (mehr) gut!
Meine neue Band sucht sich gerade einen neuen Proberaum. Das ist eine schwere Aufgabe. Wir sind zu anspruchsvoll, für die meisten Räume sind wir nicht gemacht bzw. die Räume nicht für uns. Unser alter Proberaum war magisch, verhext. Auf einem verlassenen Industriegelände, unser Raum war früher ein Lagerraum für Pestizide. Bevor wir ihn als Proberaum nutzen konnten mussten wir ihn erstmal finden, da der Raum zugemauert war, die Tür lag unterirdisch unter einer Straße, die wir aufsägen mussten. Nach dem 2. Weltkrieg diente der Raum als Behausung für Vertriebene. Keiner weiß warum er Zugemauert wurde. Gefunden haben wir ihn nur anhand alter Baupläne von 1910, die der Vermieter zufällig gefunden hatte. Wir haben dort so unglaubliche Dinge erlebt, dass wir uns mitlerweile fürchten dort hinzugehen, den Raum zu betreten. Wenn wir ihn verlassen haben, wird er hoffentlich zugemauert. Wir haben sogar im Stadtarchiv nach Informationen über das Gelände gesucht, und tatsächlich ist dort mal jemand zu Tode gekommen. Nicht unbedingt in unserem Raum, aber wir schließen das nicht aus.
Einmal waren wir nachts dort und haben geprobt. In einer Spielpause haben wir die Tür geöffnet, um frische Luft rein zu lassen. Wir hörten Kühe muhen und hatten plötzlich riesige Angst. Weit und breit keine Kühe. Der Raum war teuflisch, von Dämonen bewohnt, die uns das musizieren erschwert haben. Reißende Saiten, durchgebrannte Verstärker, Stromausfälle: Das gehörte zu fast jeder Probe zwingend dazu. Zuletzt ist mir eine Maus über den Fuß gerannt, wir haben hinter Postern und Stofftüchern, die an der Wand hingen, Schimmel entdeckt. Daher müssen wir gehen, der Raum hat gesiegt.
Die Suche nach neuen Räumen ist kompliziert, wir wollen den Raum weder teilen, noch wollen wir eingeschränkt sein in den Spielzeiten. Das ist in unserer Region nahezu unmöglich. Der letze Gruß von unserem Raum. Kein Gnade.

Ich hoffe, dass sich eventuelle Leser mal mit der Kommentarfunktion dieses Blogs auseinander setzen. Man kann auf dieser Seite nämlich auf den Link "Kommentar" klicken und dem Schreiber etwas hinterlassen. Probiert das doch mal, damit ich sehe, dass ich nicht der Einzige bin, der das hier liest.

Friede, Mitgefühl,
vincent.

Freitag, April 21, 2006

Schräger Vogel live im Fernsehen: Ist nichts mehr unmöglich?

Liebe Leserin, Lieber Leser (sofern es dich gibt),
heute habe ich einen schönen Abend im Kreise meiner Freunde verbracht. Es war .. wunderschön. Aber irgendwie kann ich dem nichts Gutes abgewinnen. Kennst du das, wenn man auf einer Party oder einem "Sit-In" fröhlich umzingelt ist von Freunden und Menschen, die deine Liebe und Zuneigung haben; man hat viel Spass und Freude, unterhält sich angeregt und hat einen schönen Abend. Bis zu dem Zeitpunkt, an dem man sich selbst auf der Party sieht, vor dem geistigen Auge, man schaut sich selbst dabei zu, wie man sich verhält, was man tut und erkennt, dass man absolut lächerlich ist?! Ich sehe mich wie einen schrägen Vogel im Fernsehen: Das Programm läuft in meinem Kopf.
Ich weiß von mir genau, dass ich alles nur spiele, niemand kennt meine wahre Seite, mein wahres Gesicht und auf Partys, bei Unterhaltungen lege ich mir Masken auf. Ich gaukle vor fröhlich zu sein, Spass zu haben; mache Witze. Aber im Grunde entlarve ich mich als Lügner. Fühle mich schuldig, dass ich alle nur täusche. Oft wird mir bewusst, dass ich all diese Menschen gar nicht mag, keiner mich versteht. Ich bin trotzdem allein.
Ab diesem Zeitpunkt, ab der Stelle an der ich merke, dass ich lüge, ist der Abend für mich gelaufen. Ich ziehe mich zurück. In eine dunkele Ecke, starre stundenlang auf eine Stelle, nippe an meinem Glas, sehne mich nach meinen vier Wänden, nach meiner eigenen Welt. Ich will meine Ruhe haben. Am liebsten beobachte ich die Menschen nur. Aber ständig kommt jemand an, fragt, ob "alles ok ist" oder ob ich mich nicht unterhalten will. Will ich nicht.
Es gab eine Zeit, da habe ich es genossen mit Freunden jeden Abend etwas zu machen, war immer aufgeschlossen, wollte immer Neues erleben. Irgendwann hat sich das geändert, jetzt will ich nur noch, dass mich niemand stört. Ist das nicht komisch? Wie kann das sein?

Zum Schluss ein Zitat einer großartigen deutschen Band:

ich bin nirgends so alleine
wie in einem Raum mit vielen Menschen
eure schrecklich gute Laune macht mich krank


Na, wer weiß, um welche Band es sich handelt?
Falls keiner drauf kommt, die Auflösung gibts morgen, hier, beim Steppenwolf.

Donnerstag, April 20, 2006

"Supercoven!"

Das Leben zieht an mir vorbei. Acht Monate meines jungen Lebens strichen vorüber; nicht, dass die Zeit schnell vorbeigegangen wäre, es war eher so, dass ich nicht wirklich wach war, wie in Trance. Ich war nur beobachter meiner eigenen kleinen Welt, durfte durch das Schlüsselloch hineinblicken in diese düstere Welt, voller Schmerzen und Trauer. Meine Welt.
Ich hab die Bilder gesehen, aber konnte sie nicht greifen. Geschweige denn begreifen. Ein Tag glich dem anderen, immer die selben Muster.
Jetzt, da ich wieder wach bin, kann ich mich nur wundern. Ich bin aufgewacht, 8 1/2 Monate sind rum. Wo trägt mich das Leben noch hin?

"Keep the posts interesting."

Nicht dass ich mich mit sowas aufhalten würde, aber man schaut dann ja doch schon mal nach, ob man nun alles richtig gemacht hat: How To Start A Blog. Besonders lustig fand ich das hier:

"Don't feel bogged down if no one visits your site for the first few months. As with communities this large, it will take some time for your blog to get noticed."

Jetzt muss ich nur noch ein albernes Lied finden, ein ausgefallenes Video oder einen interessanten Artikel! So macht es der Herr johnny von spreeblick.com doch auch immer.
Mal sehen: Außersinnliche Wahrnehmung. Ich fands interessant ;)

Bis später.

Mittwoch, April 19, 2006

myspace - not my space

Herrjee..
Stunden habe ich nun sicher schon - zusammengenommen - damit verbracht mir Profile bei myspace.com anzuschauen. Aber irgendwie ist mir nicht wohl dabei. Es gibt so unfassbar viele Menschen auf dieser Erde, alle verschieden und jeder auf seine Weise besonders. Aber bei myspace ist einfach jeder unglaublich "hipp". Alle halten sie sich für unglaublich aufregende Menschen, sind künstlerisch veranlagt oder verkaufen sich als introvertierte Mysterien, die häppchenweise ihr Wissen, verpackt in kleine rhetorische Meisterwerke mit trivial-literaisch Nachgeschmack, ihren gierigen Lesern in den Rachen werfen.
Verkaufen können muss man sich - das ist es. Ich kann mich nicht gut verkaufen, daher bin ich auch hier gelandet, wo ich nicht nach Kriterien bewertet werde, die völlig überflüssig sind: Wie viele Freunde hat jemand, wie "aufregend" sind die Fotos der Person, usw. Ich mag es nicht, bewertet zu werden, auf Grund einiger Bilder im Internet. Ich möchte verstanden werden und das kann nur, wer sich mit mir und meinen Aussagen auseinander setzt. Aber wann versteht ein Mensch schon mal einen anderen?

Bei myspace.com und diesen tausend anderen Diensten geht man doch völlig unter! Nicht dass das beim bloggen viel anders wäre, aber hier kann ich doch viel individueller sein. Kann gestalten, verlinken, interessanten Artikel posten, usw. Und auch wenn es hier noch sehr karg aussieht, möchte ich in naher Zukunft auch selbst gemachte Fotos, Bilder von Arbeiten, Musik und Lyrik hier mit einfließen lassen. Alles mit dem Ziel, einem interessierten Leser etwas bieten zu können, nicht um die Aufmerksamkeit auf mich, die Person hinter diesem Blog zu lenken.

So long.

...she's got eyes like Zapruder, and a mouth like heroin...

Zu groß.
Oder bin ich zu klein.
Jetzt bin ich drin - wohl oder übel.

Die Welt.